Radiohead
Jahrelang konnte ich die Musik nicht mehr hören. In jungen Jahren war ich totaler Fan. Und dann kam eine lange Zeit, in der ich es einfach nicht mehr ertragen konnte. Diese durch Melodien getragene Traurigkeit, diese Stimme, diese Texte. Ich habe die Cds, die ich besaß, verschenkt, war ich mir doch sicher, sie nie mehr hören zu wollen. Manchmal startete ich noch einen Versuch, bemerkte aber, dass mich das auf unheimliche Weise wieder zu dem traurigen Teenager von vor vielen Jahren machte, diese Melancholie, die sich wieder auf die Brust legt, die Ängste, die Zweifel, die Unzufriedenheit mit sich und der Welt. Unbestimmtes Gefühlschaos, das ich längst hinter mir gelassen habe.
Der heutige Rückblick auf diese Zeit ist von Milde und ein bisschen Weisheit verklärt. Herrjee, für wen war denn diese Zeit seines Lebens eine wahnsinnig tolle? Wer hat nicht gelitten, geweint, getobt?
Und dann gibt mir vor einigen Tagen jemand diese CD in die Hand. Ein Best of. Und ich sitze hier, lausche, und fange wieder an zu weinen. Ja, es ist unheimlich schön, aber auch immer noch unheimlich, wie sehr mich das traurig zu machen vermag, ohne dass ich erklären könnte, woher das kommt.
Der heutige Rückblick auf diese Zeit ist von Milde und ein bisschen Weisheit verklärt. Herrjee, für wen war denn diese Zeit seines Lebens eine wahnsinnig tolle? Wer hat nicht gelitten, geweint, getobt?
Und dann gibt mir vor einigen Tagen jemand diese CD in die Hand. Ein Best of. Und ich sitze hier, lausche, und fange wieder an zu weinen. Ja, es ist unheimlich schön, aber auch immer noch unheimlich, wie sehr mich das traurig zu machen vermag, ohne dass ich erklären könnte, woher das kommt.
Mme N - 18. Apr, 19:57